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Reisemedizin - Viren im Wald

Ein Artikel aus Ausgabe 50

In deutschen Wäldern lauert die Gefahr für den Jäger zuweilen auf einem Grashalm. Zeckenbisse können zur gefürchteten und langwierigen Borreliose führen und die Lebensqualität nachhaltig ruinieren. Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, kann den Weidmann empfindlich treffen. Sie wird ebenfalls durch Zecken übertragen. Nicht minder gefährlich sind die überall in der Natur lauernden Tetanus-Sporen. Impfungen schützen zuverlässig vor Tetanus und FSME. Und auch der Borreliose ist der Jäger nicht schutzlos ausgeliefert.

 

Text Claudia Wernicke (Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie), Dr. med. Johannes Lecht (Arzt)

Fotos Eike Mross, Adobe Stock (Pellinni)

 

Was aber passiert genau, wenn ein Mensch an Tetanus erkrankt? Die Tetanuserkrankung wird im Deutschen Wundstarrkrampf genannt. Dieses Wort beschreibt die Erkrankung treffend, die durch das Bakterium Clostridium tetanihervorgerufen wird: Es kommt zur Beeinträchtigung von Nervenzellen, was wiederum zu starken Muskelkrämpfen führt. Dies ist unbehandelt sehr qualvoll und kann zum Beispiel zum Tod durch Ersticken führen. Das Gefährliche: Die Sporen kommen nahezu überall vor, etwa in Staub, Garten- oder Walderde. Sporen sind frühe Entwicklungsstadien der Bakterien, welche lange unter widrigen Bedingungen überleben können.

Bei kleineren oder größeren Verletzungen, zu denen es bei Revierarbeiten oder der In- und Auslandsjagd kommen kann, können die Sporen in eine Wunde gelangen und sich hier zu den fertigen Bakterien weiterentwickeln. Die Bakterien vermehren sich und bilden Gifte (sogenannte Toxine). Diese Gifte verursachen schließlich das oben beschriebene Krankheitsbild. Glücklicherweise kann man diese Erkrankung durch eine Impfung verhindern. Grade als Jäger besteht eine erhöhte Gefahr von unsauberen W...

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